1. April 2015

Shell erhält Genehmigung, in der Arktis nach Öl zu bohren

Im Jahr 2013 musste Shell seine Pläne, in der Arktis nach Öl zu bohren, buchstäblich auf Eis legen. Zu unwirtlich waren die Bedingungen in der nordischen See: Aufgrund von Sturmböen und Monsterwellen verlor man Ende 2012 die Kontrolle über die Plattform "Kulluk" und musste die Besatzung von der Küstenwache evakuieren lassen. Jetzt ist Shell zurück. Die U.S.-Regierung hat gerade die Erlaubnis erteilt, dass Shell im arktischen Gebiet nach Öl suchen darf.

Shell-Plattform "Kulluk"
© Mark Meyer / Greenpeace

Doch wir lassen uns das nicht gefallen. Sechs Freiwillige, darunter Miriam aus unserem Wiener Freiwilligenteam, befinden sich auf der Esperanza. Das Greenpeace-Schiff folgt seit ein paar Tagen der Shell-Plattform "Polar Pioneer" auf ihrem Weg über den Pazifik nach Alaska. Sie berichten live vom Schiff unter www.savethearctic.org




Sie sind vor Ort, um Shell zu zeigen, dass ihr Vorhaben nicht unbemerkt bleibt. Sie beobachten und dokumentieren jeden Schritt. Sie stehen stellvertretend für fast 7 Millionen Menschen weltweit, die bereits ihre Stimme für den Schutz der Arktis erhoben haben. Noch ist es nicht zu spät. Werde auch du ein Teil der Bewegung und unterschreibe unsere Petition auf www.savethearctic.org

Die Arktis ist ein sensibles und ein letztes quasi unberührtes Ökosystem. Darüber hinaus ist sie für das Weltklima von großer Bedeutung und bereits stark durch die Klimaerwärmung bedroht. Diesen Winter war die arktische Eisdecke auf einem historischen Rekordtief. Die globale Erwärmung ist vom Menschen durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Öl und Kohle verursacht. Um diesen Prozess aufzuhalten, sollten wir in saubere Energie investieren, anstatt die Rohstoffreserven weiter auszuschöpfen. Aufgrund der extremen Bedingungen in der Arktis ist ein Unfall nur eine Frage der Zeit und hätte weitreichende Folgen für den empfindlichen Lebensraum und unseren Planeten. Greenpeace fordert daher die Einrichtung eines Schutzgebietes in der Arktis, wo Ölbohrungen und industrielle Fischerei verboten sind.