28. August 2014

Rettet die Kakapos!

© Brent Barrett
Flickr (CC BY-SA 2.0)
Es gibt viele einzigartige Lebensräume und Lebewesen, die Inseln Neuseelands auf der anderen unseres Planeten gehören zu den ganz besonderen. Hier haben sich viele Tierarten ohne die Anwesenheit von Räubern entwickelt, wodurch zum Beispiel flugunfähige Vögel wie der Kiwi und der Kakapo entstanden sind. Letztere sind nicht nur wegen ihres im Deutschen so lustigen Namens interessant.


Der Kakapo ist der größte Papagei der Erde, hat ein grün-braunes Gefieder und ist akut vom Aussterben bedroht. Er ist perfekt an seinen Lebensraum angepasst, auch wenn er deshalb einige Verhaltensweisen an den Tag legt, die auf dem ersten Blick sinnlos erscheinen. So ist beispielsweise seine Fortpflanzungsstrategie darauf ausgelegt, wenig erfolgreich zu sein, um die Population in den begrenzten Ressourcen einer Insel unter Kontrolle zu halten. Der Kakapo reagiert auf Gefahren und unbekannte Situationen mit ruhigem Abwarten. Ein Verhalten, das ihm zum Verhängnis wurde, als der Mensch mit Hund und Katz im Gepäck in sein Territorium eingedrungen ist. So kam es, dass sein Bestand in den 70er Jahren auf rund 50 Tiere dezimiert wurde, bevor man angefangen hat, sich aktiv für seine Erhaltung einzusetzen.

Heute gibt es 127 Kakapos (Stand: September 2014). Die Kakapo Recovery ist eine Organisation, die sich mit freiwilligem Engagement und viel Herzblut für die Erhaltung dieser tollen Tiere einsetzt. Um ihre großartige Arbeit zu unterstützen, haben wir Anfang des Jahres unser Kleingeld zusammengelegt und zwei Kakapos symbolisch adoptiert:

  • Bluster-Murphy: Dieser 5 Jahre alte Kakapo wurde nach der stürmischen (engl. blustery) Nacht benannt, in der er geschlüpft ist. Als Küken wurde er von einem Kakapo-Männchen attackiert, wobei er zwei Zehen verloren hat. Der Tierarzt Dr. Murphy hat ihm das Leben gerettet, woraufhin Bluster seinen zweiten Namen bekam.
  • Waikawa: Vor etwa 3 Jahren ist Waikawa als erstes Küken aus einem künstlich bebrüteten Ei geschlüpft. Der Name bezeichnet eine Maori-Siedlung in einem Gebiet, das reich an Bodenschätzen ist.
Plüsch-Kakapo
© Greenpeace Team Wien
Wer mehr über Kakapos erfahren möchte, dem seien das Buch „Die letzten ihrer Art“ von Douglas Adams, sowie die Homepage der Kakapo Recovery und ihre gut gepflegte Facebook-Seite ans Herz gelegt. Dort erfahrt ihr auch, wie ihr euch am Schutz dieser lustigen Vögel beteiligen könnt.

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